Seit 25 Jahren dabei. Wichtiges Netzwerk
NRW-Stiftung zeichnet Möhnesee als Fördermitglied aus

Ausgezeichnete Mitlgieder des Fördervereins der NRW-Stiftung haben sich hier zum Gruppenbild zusammengestellt. · Foto: Werner Stapelfeldt
Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege
„Wer möchte, dass Natur und Kultur für kommende Generationen erhalten werden, ist beim Förderverein der NRW-Stiftung richtig. Er versammelt mehr als 9.000 Unterstützerinnen und Unterstützer von Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege unter seinem Dach.“ So ist es nachzulesen auf den Internetseiten der NRW-Stiftung. Die wurde am 9. September 1986 vom damaligen Ministerpräsidenten und späteren Bundespräsidenten Johannes Rau (*1931 – †2006) gegründet. Rau übernahm den Vorsitz des Stiftungsrates. Stiftungskapital waren zehn Millionen D-Mark, was heute etwa 5,113 Millionen Euro entspricht.
Minister und Landtagspräsident a.D. Eckhard Uhlenberg (links) bei der Übergabe der Urkunde an Möhnesees Bürgermeister Wolf Blesken. · Foto: Werner Stapelfeldt
Das „Wir in NRW“ stärken
Der Zweck der Stiftung betraf Naturschutz, Heimatpflege und Kulturpflege: Heimatgefühl und ein Bewusstsein für das „Wir in Nordrhein-Westfalen“ sollten gestärkt werden. Besonders im Blick: Das ehrenamtliche Engagement von Vereinen, Initiativen und Menschen vor Ort. Weil der Staat nicht alles allein leisten könne, sollte die Stiftung nach den Worten von Johannes Rau die Eigeninitiative aller Menschen im Bundesland herausfordern — sie sollten sich selber stark machen für Natur, für Kultur und „Heimat“, es ging auch darum, diesen Begriff von Heimat mit Leben zu füllen, Mentalitäten zu verbinden. Zehn Millionen D-Mark sind das dauerhafte Grundkapital der Stiftung. Die Fördermillionen selber stammen überwiegend aus Lotterieerträgen des Landes und von WestLotto, so hatte es der Westdeutsche Rundfunk damals aufgedröselt und drei Quellen benannt: Hauptsächlich die verschiedenen Lotterien von WestLotto, der Lottogesellschaft des Landes NRW. Daneben ein Förderverein, der Spenden und Mitgliedsbeiträge einwerben solle. Zu den Einnahmen gehören demnach auch Erträge aus Vermächtnissen und treuhänderischen Stiftungen, die unter dem Dach der NRW-Stiftung gegründet wurden.
Urkunde für Möhnesee: seit 25 Jahren dabei
Möhnesee ist seit 25 Jahren Mitglied im Förderverein, vertreten durch die ehemaligen Bürgermeister Gerd Brune, Hans Dicke und Maria Moritz. Der aktuelle Bürgermeister Wolf Blesken nahm bei der aktuellen Mitgliederversammlung des Fördervereins eine gerahmte Urkunde fürs Rathaus mit. Eckhard Uhlenberg, ehemaliger Landesminister und Landtagspräsident a.D., überreichte die Urkunde.
340 Millionen Euro für Projekte gegeben
Seit ihrer Gründung hat die Nordrhein-Westfalen-Stiftung fast 4.000 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt rund 340 Millionen Euro gefördert, unter anderem in Körbecke die Restaurierung des Alten Fachwerkhauses Stockebrand, in Büecke das Naturprojekt Weidelandschaft Kleiberg so lässt sich nachlesen. Gefördert wurde demnach auch Projekte wie das Buch „Möhnesee im Wandel der Zeit“, herausgegeben vom Heimatverein, der Erwerb der Alten Schule in Echtrop durch die Schützenbruderschaft, Bildungsarbeit für Nachhaltigkeit im Liz. In der Gemeinde Möhnesee profitierte aktuell das Liz Möhnesee in Günne über Förderungen in Höhe von rund 100.000 Euro. Förderungen sind nicht an eine Mitgliedschaft der jeweiligen Kommune im Förderverein gebunden.
Symbolischer Mitgliedsbeitrag
Der Mitgliedsbeitrag beträgt 0,5 Euro-Cent pro Einwohner pro Jahr, für Möhnesee etwa 60 Euro jährlich. Die Mitgliedschaft ist bei dieser Höhe eher symbolisch zu sehen, sie ist ein Bekenntnis, dass die Gemeinde die Stiftungsziele begrüßt, mitträgt und unterstützen will. Die Mitgliedschaft bringt auch den Zugang zu einem Marktplatz der Ideen, bringt Kontakte, Einbindung in ein Netzwerk. Davon profitieren letztlich die Vereine, Initiativen und einzelne Ideengeber und Macher vor Ort: Nur sie selber können Förderanträge stellen — Mitgliedskommunen helfen, stellen Kontakte her, geben Hinweise, loten Chancen und Möglichkeiten aus.

Auch Interessant

Politik, Vereine
Verständnis für die Vielfalt religiösen Lebens in der Region

Aktuell, Politik
Mehr Sicherheit für Kinder und alle: Aktive fordern Rückbau der Biberstraße in Stockum
Weiterlesen…
Aktuell, Kultur, Leute
Keine Panik beim Dreh

Sport, Vereine
„Die Schwätzer“ wieder nicht zu schlagen

Aktuell, Wirtschaft
Zweite Etappe zeigt Herausforderungen des Klimawandels für die Wasserwirtschaft



