„Werden uns nicht mit der Aussage abspeisen lassen, dass das nicht geht.“
Mehr Sicherheit für Kinder und alle: Aktive fordern Rückbau der Biberstraße in Stockum

Vor sechs Jahren organisierte die Bürgerinitiative Verkehrsberuhigung Möhnesee eine von dann mehreren Demonstrationen gegen Krach und Raserei auf den Zufahrtstraßen zum Möhnesee und rund um den See. Bei der Bürgerversammlung heute Abend in Stockum soll das wieder auf die Tagesordnung. · Foto: Thomas Brüggestraße
Man lebe dort, wo andere Urlaub machen, das sei doch was. Sagen die einen. Das mit dem Urlaub habe einen gewaltigen Haken, sagen genervte Anwohner von Einfallstraßen seit Jahren. 2020 gab es eine viel beachtete Fahrrad-Demo, organisiert von einer Bürgerinitiative um Alfred Glaremin aus Stockum und viele andere Mitstreiter. Es sollte nicht die einzige Demo bleiben. Es gab ein großes Echo in den Medien, wie sehr Menschen in den Orten genervt seien von Rasern und „Posern“ — man könne nicht in Ruhe auf der eigenen Terrasse sitzen und den Wochenendkaffee genießen bei dem ganzen Krach und Abgas-Gestinke.
Thema Verkehr und Sicherheit nach wie vor topaktuell
Das Thema sei auch sechs Jahre und eine Pest und viele Diskussionen später topaktuell, findet Alfred Glaremin. Er schrieb für die Aktiven von 2020 und die, die inzwischen dazugekommen sind, an MöhneReport. Es ist eine Last-Minute-Einladung für die letzten Unentschlossenen, eine Erinnerung für alle anderen, unbedingt zur Bürgerversammlung zu kommen: Heute Abend, am Mittwoch, 9. September in der Sankt-Jakobus-Schützenhalle.
Vorbereitungstreffen am Montagabend
Alfred Glaremin schreibt von einem Vorbereitungstreffen am Montagabend:
„Die Ortsvorsteherin Pia Peck war kurz anwesend. Sie wird die Versammlung eröffnen, sich ansonsten wohl nicht weiter beteiligen. Zentrales Thema der Versammlung wird die Verkehrssituation hier in Stockum sein. Selten sieht man in vergleichbaren Orten eine so breite Straße, auf der der Verkehr so ungehindert fließen kann. In vielen Orten, ja fast überall sind die Straßen zurückgebaut worden. Auch das wollen wir in Stockum erreichen, daher stehen im Zentrum unserer Überlegungen Verkehrssicherheit und Lärmschutz.
Wir planen Maßnahmen zum Schutz der Kinder, die die Biberstraße auf dem Weg zur Schule (Haltestellen) queren müssen. Der Rückbau der Biberstraße vom Stockumer Damm bis mindestens zum Saatgarten soll durch Parkbuchten oder Straßenverengungen wie z.B. in Büecke erfolgen. Der Radweg soll auf die Wenne verlegt werden. Das erfordert auch auf der Seeuferstraße Maßnahmen zum Schutz der Radfahrer und Fußgänger.Wir fordern eine Geschwindigkeitsreduzierung beginnend am Stockumer Damm bis zum tatsächlichen Ortsausgang oberhalb der Straße Kalkofen, soweit wie möglich als 30 km/h Zone. Auf der Strecke von der Straße Kalkofen bis hoch zu Raiffeisen müssen die zulässigen 100 km/h fallen. Eine deutliche Reduzierung ist auch wegen der Unfallgefahr (dieses Jahr drei Unfälle, zumindest einer mit Personenschaden) geboten. Zur Geschwindigkeitsreduzierung in Gegenrichtung (Richtung Dorfmitte) ist auch eine Straßenverengung vor der Straße Kalkofen erforderlich (z.B. Baumtor).“
Alfred Glaremin zum Abschluss: „Dies ist eine kurze Zusammenfassung unserer Punkte. Wir werden uns nicht mit der Aussage abspeisen lassen, dass das alles nicht geht.“Bürgermeister Wolf Blesken und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung werden laut Ankündigung an der Bürgerversammlung teilnehmen, eigene Themen ansprechen und sich Fragen der Stockumer stellen.

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