Regen, Matsch und eine eingestürzte Jurte. Trotzdem ein schönes Zeltlager.
Flinke Hände, flinke Füße: Pfadfinder aus Möhnesee feiern 50-Jähriges

Eingebettet in ein Wochenendzeltlager vom Donnerstag bis Sonntag am Heinrich-Lübke-Haus in Brüningsen feierten viele aktive und ehemalige Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) zusammen mit Freunden und Gönnern und Ehrengästen am Samstag, 6. Juni, das Jubiläum ihres Pfadfinderstammes. Hier sind viele zu einem Erinnerungsbild zusammengerückt. · Fotos: DPSG Möhnesee
Diesen Bericht haben die „Pfadis“ an MöhneReport geschickt:
Vorbereitung schon am Mittwoch
Schon am Mittwoch bereiteten die aktiven Leitenden des Stammes das Lager vor und stellten erste Schlafzelte (mit Zeltböden) und große Versammlungszelte (ohne Böden), darunter zwei Jurten auf. Die Zelte wurde mit zusätzlichen Leinen gesichert, da für den folgenden Tag bereits eine amtliche Warnung vor starken Windböen mit Windgeschwindigkeit bis 90 km/h angekündigt waren. Die für das Lager vorgesehene Wiese hinter dem Heinrich-Lübke-Haus war leider in keinem besonders guten Zustand. Wildschweine aus der Günner Hude hatten die Wiese großflächig bearbeitet, so dass an vielen Stellen nur wenig Gras zu sehen war. Das sollte noch zu einer Herausforderung werden.

Vom schlechten Wetter am Donnerstagabend ließen sich die Pfadfinder nicht aus der Fassung bringen.
Am Donnerstag: Regen, Matsch und eine eingestürzte Jurte
Am Donnerstagmittag stand alles im Zeichen der Ankunft der 31 Kinder und Jugendlichen. Diese richteten sich in den Zelten ein. Dann wurde gespielt: Eine-Fünfzig-Minuten-Wette galt es zu meistern. Doch schon bald musste das Lager wieder verlassen werden: Für den späten Nachmittag war zu der amtlichen Warnung vor starken Windböen noch eine Gewitterwarnung gekommen. Vorsorglich suchten die Teilnehmer bis auf eine kleine Gruppe von Leitenden als Wache für die Zelte Schutz im Heinrich-Lübke-Haus. Das Gewitter brachte viel Regen, der auch in die bodenlosen Versammlungszelte eindrang und auch dort die graslosen Flächen in Matsche verwandelte. In die Schlafzelte war glücklicherweise kein Wasser eingedrungen. Zudem war an einer Jurte ein Holz gebrochen, so dass diese einstürzte, ohne dass dabei jemand zu Schaden kam. Sowohl der Matsche als auch gebrochenen Holz stellten sich die Leitenden dann am nächsten Tag.

So ist es gemütlich: Die Pfadfinder und ihre Gäste wärmen sich am Feuer.
Siebdruck, Zeltkino und Lagerfeuer
Während die Kinder und Jugendlichen am Freitag in Workshops verschiedene handwerkliche Fähigkeiten ausprobieren konnte und zum Beispiel mit Siebdruck T-Shirt gestalteten, reparierten einige Leitenden das gebrochene Holz und verlegten über dem aufgeweichten Erdreich in Versammlungszelten zunächst Planen und darauf noch eilig beschafften Teppich, so dass die Gäste für die Feier am Samstag wie geplant auch in diesen Zelten begrüßt werden konnten ohne dass diese sich zu sehr dreckig machten oder auf dem rutschigen Boden auszurutschen drohten. Abends gab es dann nach Wahl Zeltkino oder gemütliches Beisammensein am Feuer.

Hier gibt es vom Kurat Ludger Eilebrecht lecker was auf den Teller. Die Pfadis sind traurig: Der beliebte Pfarrer wechselt in Kürze nach Brakel.
„Auffi“ war der erste Kurat
Am Samstag war es dann so weit: Der Lagerplatz wurde dekoriert, Bänke und Tische für die Gäste aufgestellt und Salate usw. für ein Buffet von den Eltern der Aktiven geliefert. Ab ca. 15 Uhr kamen dann die ersten Gäste aus nah und fern. Viele Ehemaligen hatten sich seit Jahren nicht gesehen und die Wiedersehensfreude war sehr groß. „Seit Jahren hat mich keiner mehr Auffi genannt“, freute sich Uli Auffenberg, der einer der Gründungsmitglieder und der erste Kurat der DPSG Möhnesee war und vor einigen Jahren für ein paar Jahre als Geistlicher an den Möhnesee zurückgekehrt war und die „Kirche-am-See“ initiiert hatte. Ca. 40 Ehemalige und Eltern der Aktiven hatten sich angekündigt, von denen einige auch im Lager schliefen. Gekommen waren dann ca. 90 Ehemalige und Eltern, was die Aktiven sehr freute, da es zeigt, wie stark die Verbindung der Ehemaligen doch zur Pfadfinderschaft ist.
„Flinke Hände, flinke Füße…“: Hier singen alle mit viel Freude das Lieblingslied der Pfadfinder aus Möhnesee.
Auch der Bürgermeister feierte mit
Nach einem vom derzeitigen und aufgrund seines Weggangs nach Brakel bald ehemaligen Kuraten Ludger Eilebrecht geleiteten Wortgottesdienst, in dem natürlich zum Abschluss das Pfadfinderlied „Flinke Hände, flinke Füße“ nicht fehlend durfte, war dann Zeit für einige Grußworte von Vereinen aus der Kirchengemeinde und vom Bürgermeister Wolf Blesken. Auch einige Ehemalige ließen es sich nicht nehmen, ein paar Worte an die Feiernden zu richten und die eine oder andere Anekdote zu erzählen, so zum Beispiel von Bisams, die in einem Lager Zeltschnüre durchbissen. Der Rest des Abends wurde unter und in den Zelten dem einen oder anderen Regenschauer trotzend rund ums Lagerfeuer gegessen, erzählt, gefeiert (und das bis es die jüngeren Kinder um 21:30 Uhr in den Schlafzelten verschwanden ganz ohne Alkohol) und alte und neue Lieder begleitet von zeitweise vier Gitarren gesungen. Tief in der Nacht ging dann ein rundum gelungenes Fest zu Ende.

So sieht ein ordentlich aufgebautes Zeltlager aus.
Flotter Abbau am Sonntagvormittag
Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen des Abbauens und Aufräumens: Mittags war der Platz aufgeräumt und am Nachmittag war dann auch das Material wieder ins Lager geräumt und die Zelte zum trocknen aufgehängt. Für alle Teilnehmer, jung wie als, ging ein besonderes Wochenende zu Ende.

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