St. Hubertus Wamel: Lars Kotewitsch und Maren Rahmann sind Königspaar

„Drei Feier-Tage in einer besonderen Gemeinschaft“. Ein Update.

29/06/2026

Deniza und Leonie sind Schützenschwestern in Wamel, und dass es Schützenschwestern gibt, dass sie mit auf den Vogel schießen dürfen, das erscheint heute schon fast völlig normal. Ausnahmsweise in einer Bildzeile ein kleiner Ausflug in die Schützengeschichte: Die Männerdomäne Schützenfest, sie fällt in der Tat mehr und mehr. · Foto vom Vogelschießen 2025: Thomas Brüggestraße

Wamel hat mehrfach Schützengeschichte geschrieben
Die Schützen in Wamel und ihre Frauen, sie haben dabei definitiv für ihren Einzugsbereich Schützengeschichte geschrieben, und das weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus: 2019 durften hier nach einer Reihe von kontrovers geführten Diskussionen erstmals Frauen auf den Vogel schießen. Leonies Mutter Daniela Kotewitsch setzte sich durch im Duell mit ihrem Mann und Schützenoberst Matthias. Schon das war ein bedeutsames Stück Schützengeschichte. Sie wurde die erste Schützenkönigin in Möhnesee.


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Ein Blick in die Nachbarschaft
Bei den Nicht-Konfessionellen der Kreis-Schützengemeinschaft Soest war Renate Jäschke aus Bergede-Elfsen 1995 die erste „echte“ Königin, und schon damals ging die Welt nicht unter. In Soest folgte Roswitha Krause bei den Brandenburgertorschützen, in Soest bei der damaligen „Großen Westhofe“ Brigitte Felger. Die Liste in der Region ist inzwischen deutlich länger. Wobei: In Wamel sah der damalige Pfarradministrator Frauen in Schützenuniform noch 2016 als ein Übel an, und es gab in der gleichen Versammlung sogar Schützen, die sich sorgten, sie hätten kein Ausweichrefugium mehr, wenn die Frauen jetzt auch noch beim Schützenfest das Sagen hätten.

Eine Frage führte zur Vertagung
Man verhedderte sich zudem in der Frage, ob die Bruderschaft mit Frauen denn weiter Bruderschaft heißen dürfe oder umbenannt werden müsse — und deshalb wurde das Thema ganz diplomatisch vertagt. Simone Gerke, Sabine Kotewitsch und Daniela Kotewitsch traten 2017 dann als erste Frauen ein, so lässt es sich recherchieren. 2018 standen dann weitere 14 Frauen zur Vereidigung an der Fahne. 2019 setzte Daniela Kotewitsch dann das erste Ausrufezeichen für die Frauen. Sabine Schulte legte 2023 nach und bescherte den Schützen eine weitere wunderschöne Session. Dem Vernehmen nach haben in Wamel noch immer alle Männer ihr Ausweichrefugium. In Echtrop schoss Ute Neumann 2025 als erste Frau dort den Vogel ab.


Ein neutraler Überblick:

Schützenköniginnen in der Region, die den Vogel selber abgeschossen haben

1995
Renate Jäschke Schützenverein Bergede-Elfsen

2001
Angelika Hunsdieck Schützenverein Bergede-Elfsen

2006
Roswitha Krause Brandenburgertorschützen Soest

2007
Heike Horstkemper Schützenverein Opmünden

2011
Monika Keitmann Schützenverein Hattropholsen-Dörmen

2011
Brigitte Felger Schützenverein Große Westhofe

2011
Anja Hagedorn Schützenverein St. Peter und Paul Illingen

2013
Susanne Giese Schützenverein Hattrop

2014
Helga Jäschke Brandenburgertorschützen Soest

2015
Ulrike Hagedorn Schützenverein St. Peter und Paul Illingen

2016
Jennifer Nottebohm Schützenverein Bergede-Elfsen

2018
Andrea Smorra Brandenburgertor-Schützen Soest

2018
Carolin Jäschke Schützenverein Bergede-Elfsen

2019
Daniela Kotewitsch St.-Hubertus-Schützen Wamel

2019
Angelika Grundmann Schützenverein Hattropholsen-Dörmen

2022
Mareike Schulte Schützenverein Horrido Welver

2023
Sabine Schulte St.-Hubertus-Schützen Wamel

2023
Heike Horstkemper Schützenverein Opmünden

2023
Margit Stehling Schützenverein Vellinghausen-Eilmsen

2024
Lea Mattheus Schützenverein Balksen-Katrop-Thöningsen

2024
Carina Lauter Vereinigte Schützen zu Soest

2024
Silke Bange St.-Christophorus-Schützen Ostinghausen

2025
Ute Neumann St.-Lucia-Schützen Echtrop

2025
Victoria Stracke St.-Antonius-Schützenbruderschaft Bettinghausen

2025
Sophie-Marie Bittner St.-Sebastian-Schützenbruderschaft Hultrop-Heintrop-Bünninghausen

2025
Peggy Wojak Schützenverein Opmünden

2025
Claudia Wagner Schützenverein Weslarn

2025
Jutta Reichel Schützenverein Hattropholsen-Dörmen

2026
Marny Kamrath St.-Lucia-Schützen Echtrop


2026
Silvia Althaus Schützenverein Balksen-Katrop-Thöningsen


2026
Janine Mahsarczyk Schützenverein Ampen-Jakobifeldmark

2026
Eileen Krüger Schützenverein Borgeln


2026
Luisa Kimpel Schützenverein Eineckerholsen-Ehningsen-Merklingsen

Macht bislang 32 Frauen, die selber abgeschossen haben. Heike Horstkemper hat in Opmünden 2007 und 2023 selber den Vogel abgeschossen. Die Bilanz nach Gemeinden: Soest 12 Bad Sassendorf 10, Welver 6, Möhnesee 4, Lippetal 1. Der Schützenverein Bergede-Elfsen wurde für Bad Sassendorf gezählt. Es ist mit Absicht nicht nach Kreisschützengemeinschaft und Sauerländer Schützenbund getrennt worden.

► Fehler sind vorbehalten, Korrekturhinweise gerne an info@moehnereport.de


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Wamel schrieb Geschichte für die Region
Zurück nach Möhnesee: Dort wurde es noch viel schöner: Beim Bundesschützenfest in Medebach wurde Daniela Kotewitsch erste Bundesschützenkönigin des Sauerländer Schützenbundes, ihr Mann Matthias Prinzgemahl. Wieder geschichtsträchtig. Dann kam Corona: Daniela und Matthias Kotewitsch wurden das am längsten amtierende Bundes-Schützenkönigspaar und in dieser Funktion auch Botschafter für Miteinander und Zusammenhalt in der Gesellschaft. Erst 2025 folgten nach dem Schießen in Menden-Bösperde Sören Lange und Jule Lange von Heilige Drei Könige Linnepe (Sundern) auf den Bundes-Schützenthron. 


Schützenfestsonntag 2025: Lars Kotewitsch und Maren Rahmann haben sich mit ihrem imposant großen und schmucken Hofstaat zum Erinnerungsbild aufgestellt. Zum Ende ihres Regentschaftsjahres werden sie am kommenden Wochenende groß gefeiert. In einer besonderen Gemeinschaft, so laden die Schütz:innen zum Mitfeiern ein.  · Foto: Thomas Brüggestraße

Ein Blick aufs  kommede Fest nach der tropischen Hitze am letzten Juniwochenende

Es sollen wieder tolle Feiertage werden, so schreibt der Schützenvorstand im Netz: Vom 03. bis 05. Juli 2026 lädt die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Wamel 1827 vom heiligen Hubertus zum Schützenfest ein. Oberst Matthias Kotewitsch: „Gemeinsam möchten wir mit allen aus Wamel, mit unseren Gästen und mit den befreundeten Vereinen ein unvergessliches Festwochenende feiern.“ Kotewitsch weiter: „Besonders freuen wir uns darauf, unser amtierendes Königspaar Lars Kotewitsch und Maren Rahmann würdig zu begleiten und die Traditionen unserer Bruderschaft mit Leben zu füllen. Neben festlichen Höhepunkten erwarten die Besucher gesellige Stunden, musikalische Unterhaltung und viele Begegnungen in einer besonderen Gemeinschaft.“ Dem ist nicht viel hinzuzufügen — bis eben auf den Festablauf im Detail:


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Drei Tage lang steht die Hubertushalle Anfang Juli im Zeichen des Schützenfestes. Der Auftakt ist am Freitag, 3. Juli 2026, um 18 Uhr mit der Schützenmesse. Um 20 Uhr folgt das Jungschützenkönigschießen. Anschließend werden die neue Jungschützenmajestät proklamiert und langjährige Mitglieder geehrt. Danach klingt der Abend mit Musik und Tanz mit DJ Martin Buxot aus.


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Am Samstag, 4. Juli, beginnt der Festtag um 10 Uhr mit dem Frühschoppen. Um 14 Uhr treten die Schützen in der Hubertushalle an. Danach werden die Fahnen und das Königspaar abgeholt. Im Anschluss folgt die Parade an der Hubertushalle. Um 16.30 Uhr stehen Ehrungen in der Halle auf dem Programm, um 18.30 Uhr ist Kindertanz. Ab 20 Uhr spielt SCHULTES Partyband.

Der Sonntag, 5. Juli, startet um 10 Uhr mit dem Schützenfrühstück. Um 11 Uhr beginnt das Vogelschießen. Am Nachmittag treten die Schützen um 16 Uhr erneut in der Hubertushalle an. Danach wird das Königspaar abgeholt zur Parade an der Hubertushalle. Um 17.30 Uhr wird das neue Königspaar gekrönt. Es folgen um 18.30 Uhr der Kindertanz und um 19 Uhr die Vereidigung der Neuschützen. Anschließend endet das Fest mit einem gemütlichen Beisammensein.

Für die musikalische Begleitung sorgen das Blas- und Tanzorchester Kallenhardt sowie der Spielmannszug Völlinghausen. Am Freitagabend legt DJ Martin Buxot auf, am Samstag bringt die SCHULTES Partyband die Hubertushalle in Stimmung.

► Schon einmal vormerken: Im kommenden Jahr feiern die Hubertus-Schützen das 200-jährige Bestehen.

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