Die Perseiden über Möhnesee. Nachgeblättert
Zweites Himmelsschauspiel am 12. August

Ein Mix aus einem MöhneReport-Drohnenfoto und einer KI-generierten Darstellung von Perseus, dem Sternbild der Perseïden und dem Komet Swift-Tuttle soll das anstehende Ereignis bebildern.
Nach der Finsternis kommen die Sternschnuppen und sind auch in Möhnesee zu sehen.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag erreichen die Perseiden ihr Maximum. Ab etwa 22.40 Uhr ist der Himmel dunkel genug. Die besten Beobachtungsmöglichkeiten bestehen nach Mitternacht an einem dunklen Ort mit möglichst freier Sicht. Der Höhepunkt wird für die frühen Morgenstunden des 13. August erwartet. Ein besonderes Hilfsmittel ist nicht nötig.
Mal kurz geschlaumeiert: ► Perseïden, so müsste es heißen, weil e und i getrennt gesprochen werden.
Die deutsche Rechtschreibung ist vom Doppelpunkt über dem i (Trema) abgerückt. Ein Trema gibt es auch beim e: Citroën (nicht: Zitrön).
Die beste Zeit zum Beobachten in Möhnesee sei etwa 23.30 bis 4 Uhr, ist im Netz nachzulesen. Für Möhnesee wird dabei laut wetter.com ein wolkenloser Nachthimmel vorhergesagt bei Temperaturen von etwa 12 Grad.
Beste Sichtung, so heißt es, sei möglich außerhalb der beleuchteten Ortskerne auf freier Fläche. Blickrichtung: Perseus steigt im Nordosten auf. Sternschnuppen können aber überall auftauchen, weshalb es sich empfehle, einen großen Teil des Himmels zu beobachten.
Es soll in Möhnesee gegen 23.24 Uhr vollständig dunkel sein, diese Nacht biete damit eine der besten Gelegenheit seit Jahren, die Perseiden zu beobachten. Möglich sein sollen 20 bis 50 Sternschnuppen pro Stunde.
So wird es im Netz beschrieben: Der Komet Swift-Tuttle hinterlässt immer winzige Staub- und Gesteinsteilchen auf seiner Bahn. Swift-Tuttle kehrt ungefähr alle 133 Jahre zurück – das nächste Mal 2126, so schreibt es die NASA. Die Erde durchquert diese Kometenspur jedes Jahr im August. Die Teilchen sind nicht größer als Sandkörner, sie rasen in die Erdatmosphäre. Das erhitzt die Luft. Es entsteht eine Leuchtspur. „Sternschnuppen“. 2026 soll die Sicht auf die Perseiden (sprich „Per-se-i-den“) bestens sein: Es ist Neumond und deshalb dunkler am Himmel als sonst. Weil die Kometenspur riesig ist, wird sie durch den Erddurchflug nicht aufgebraucht, und alle 133 Jahre kommt neuer Kometenstaub hinzu.
Warum „Perseiden“? Weil sie scheinbar aus dem Sternbild Perseus stammen. Das aber, so schreiben Experten, sei ein Trugschluss: In der rückwärtigen Verlängerung scheinen die Kometenteilchen auf einen Punkt im Bild des Perseus zu zulaufen, vergleichbar dem Effekt, wenn man Bahnschienen entlang schaue.
Perseus? Er ist ein Held der griechischen Götterwelt. Sohn von Götter-Chef Zeus und Danaë, der Tochter des Königs Akrisios von Argos. Perseus tötete Medusa, rettete Königstochter Andromeda vor dem Meerungeheuer, dem sie geopfert werden sollte – er ist ein echter Held und Draufgänger in den Erzählungen, nicht ganz der Papa, aber kernig.

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