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Eichen aus eigenem Bestand und regionales Saatgut

Ruhrverband stärkt Wald am Möhnesee

Zwischen 2024 und Februar 2026 wurden die aus eigenem Saatgut gezogenen jungen Eichen in unterschiedlichen Alters- und Größenstufen an den Ruhrverband zurückgeliefert. · Foto: Ruhrverband 

Möhnesee.  Der Ruhrverband setzt bei der Wiederbewaldung rund um den Möhnesee auf regionales Saatgut aus eigenen anerkannten Waldbeständen.

Aus 2022 gesammelten Eicheln wurden bereits rund 28.000 junge Eichen gezogen und auf geschädigten Waldflächen gepflanzt. Weitere 620 Kilogramm Stieleichensaatgut aus dem Herbst 2025 sollen in den kommenden Jahren zwischen 50.000 und 80.000 Jungbäume hervorbringen. „Bei der Wiederbewaldung der Waldflächen rund um den Möhnesee setzt der Ruhrverband gezielt auf regionales Saatgut sowie auf klimaresiliente und standortgerechte Baumarten.“ Darauf weist Klaus Peter Teipel hin, Körbeckes Ortsvorsteher und heimischer Vertreter in der Verbandsversammlung des Ruhrverbandes.

Saatgut aus eigenen Waldbeständen
Eine besondere Rolle spiele dabei Saatgut aus eigenen, anerkannten Waldbeständen. Im Herbst 2022 seien rund 640 Kilogramm Saatgut von Stiel- und Traubeneichen gesammelt worden – überwiegend aus Eichenbeständen um den Möhnesee und von der Hevehalbinsel. Dieses Saatgut sei anschließend zur Lohnanzucht an eine Baumschule gegeben worden.

In den Jahren 2024 und 2025 sowie zuletzt im Februar 2026 seien die daraus gezogenen jungen Eichen in unterschiedlichen Alters- und Größenstufen an den Ruhrverband zurückgeliefert worden. Insgesamt habe der Verband auf diese Weise rund 28.000 Eichenpflanzen für die eigenen Flächen gewonnen. Gepflanzt worden seien die jungen Bäume gezielt auf sogenannten Kalamitätsflächen rund um den Möhnesee, also auf Waldflächen, die etwa durch Trockenheit, Sturm oder Schädlingsbefall geschädigt worden sind.

Heimische Pflanzen
Ein besonderer Vorteil liege nach Darstellung Teipels in der Herkunft des Saatguts. Die Pflanzen stammten aus einheimischen Beständen und seien deshalb gut an die regionalen Standort- und Klimabedingungen angepasst.

Auch im Herbst 2025 habe der Ruhrverband erneut Saatgut gewinnen können: Rund 620 Kilogramm Stieleichensaatgut seien geerntet und zur Anzucht an eine Baumschule übergeben worden. Daraus sollen perspektivisch zwischen 50.000 und 80.000 junge Bäume hervorgehen. Sie sollen dazu beitragen, die Wälder langfristig zu stabilisieren.

Die Stieleiche nehme im Wiederbewaldungskonzept rund um den Möhnesee eine besondere Stellung ein. Als heimische und wärmeliebende Baumart gelte sie als gut geeignet, um den klimatischen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu begegnen.

Natürliche Entwicklung und gezielte Pflanzung
Bei der Waldbewirtschaftung am Möhnesee setzt der Ruhrverband nach Angaben Teipels auf eine Mischung aus natürlicher Entwicklung und gezielter Pflanzung. Auf etwa der Hälfte der Kalamitätsflächen werde auf Naturverjüngung gesetzt. Dort etablierten sich Baumarten wie Lärche, Pappel, Birke, Weide und Ahorn eigenständig und sorgten für strukturelle Vielfalt.

Auf den übrigen Flächen werde aktiv gepflanzt, unter anderem mit Stieleiche, Nussbaum, Kirsche, Buche und Tanne. Durch dieses Zusammenspiel sollen stabile und artenreiche Mischwälder entstehen. Solche Wälder gelten als widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels und können Extremereignissen wie Stürmen, Trockenperioden und Schädlingsbefall besser standhalten.

Die Nutzung eigenen Saatguts zeige, so Teipel abschließend, wie sich forstliche Praxis, wirtschaftliche Effizienz und ökologische Verantwortung sinnvoll miteinander verbinden ließen.

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