„Bleibe im Rat und stellvertretender Bürgermeister.“
Nach 50 Jahren: Ferdi Sprenger verlässt die BG

Ferdinand Sprenger vertritt den Wahlbezirk Körbecke Nord und ist stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Möhnesee. · Foto: Thomas Brüggestraße
Ferdinand Sprenger verlässt nach fast fünfzig Jahren die Bürgergemeinschaft (BG). Aus persönlichen Gründen, wie er MöhneReport exklusiv berichtete. Er bleibe Ratsmitglied und stellvertretender Bürgermeister. Sprenger: „Aber parteilos.“
Seit 2009 im Gemeinderat
Der Körbecker Ferdinand Sprenger ist langjähriges Ratsmitglied, gehört dem Gemeinderat als Mitglied der BG-Fraktion seit dem 21. Oktober 2009 ununterbrochen an.
Wer eigentlich ist D’Hondt?
Stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde ist Ferdi Sprenger seit 2014. Nach der Konstituierung des Rates nach den Kommunalwahlen 2025 mit einer Mehrheit von CDU, Bündnis90/Die Grünen gab es einen Abstimmungskrimi um diesen Posten: CDU und FDP wollten Marion Lepold (CDU) und Tim Gottschalk (FDP) als ersten und zweiten stellvertretenden Bürgermeister installieren. Das D’Hondt-Verfahren entschied das Rennen: Jede Liste teilt ihre Stimmen durch 1, dann durch 2, dann durch 3. Die höchsten Ergebnisse bekommen nacheinander die Posten zugeteilt. Liste A mit CDU und FDP hatte 18 Stimmen. BG und SPD hatten mit ihrer Liste 10 Stimmen. Die zwei höchsten Zahlen im ersten Gang waren 18 und 10, damit bekam jede Liste einen Stellvertreterposten. Ferdi Sprenger blieb stellvertretender Bürgermeister.
Fraktionschef noch nicht informiert
Die Fraktion der Bürgergemeinschaft im Rat schrumpft durch Sprengers Austritt von sechs auf fünf Mitglieder. Fraktionschef Christian Wolf erklärte auf Nachfrage: „Gegenüber der Fraktion der BG Möhnesee ist bis dato kein Austritt erklärt worden.“
Halbzeit-Versprechen gebrochen?
Von mehreren Seiten erfuhr MöhneReport, es gebe eine feste Absprache, dass Ferdinand Sprenger zur Mitte der Wahlperiode seinen Ratssitz und seine Funktion als stellvertretender Bürgermeister aufgeben werde. Ein junger Ratsherr solle nachrücken. Noch jemand anderes aus der Fraktion solle den Posten als stellvertretender Bürgermeister übernehmen. Ferdi Sprenger erklärte dazu, eine solche Absprache gebe es nicht. Man habe es versucht, das mit ihm zu verabreden. Er habe aber gesagt: „Ich entscheide selber, wann ich gehe.“ Er habe kein Halbzeit-Versprechen gebrochen.
A N Z E I G E
Unterstützung der CDU und des Bürgermeisters?
Wer bestimmt eigentlich, wer stellvertretender Bürgermeister bleibt? „Der Rat, ganz klar“, sagte Ferdi Sprenger dazu. Seine Funktion als stellvertretender Bürgermeister könne er weiter ausführen, weil er die Unterstützung der CDU und des Bürgermeisters habe.
Sprenger: „Ich bleibe parteilos.“
Ob er zur CDU wechseln werde, wo er schon so oft im geselligen Gespräch mit den Christdemokraten gesehen worden sei? Ferdi Sprenger: „Ich bleibe parteilos.“

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