Klaus Peter Teipel berichtet von der Ruhrverbands-Tour
Mit dem Rad zur Wasserzukunft

Klaus Peter Teipel nahm an beiden Etappen der Sommerradtour des Ruhrverbands teil. Foto: Ruhrverband.
Fragen an die Zukunft
Wie lassen sich Trinkwasserversorgung und Abwasserreinigung für die Zukunft sichern? Bei der im Juli gestarteten Sommerradtour des Ruhrverbands konnten Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Tourismus konkrete Projekte entlang der Ruhr kennenlernen. Klaus Peter Teipel ist als Vertreter der Gemeinde Möhnesee beim Ruhrverband mitgeradelt und schildert seine Eindrücke.
Der Körbecker Ortsvorsteher vertritt die Gemeinde in der Verbandsversammlung des Ruhrverbands und nahm an beiden ersten Etappen der „Sommertour de Ruhr“ teil. „Die Verbindung aus Besichtigungen, Fachinformationen, Zeit für informelle Gespräche und sportlichem Naturerlebnis hat mir sehr gut gefallen“, berichtet er.
Kläranlagen im Wandel
Die erste Etappe begann an der Ruhrquelle bei Winterberg. Über die Kläranlage Winterberg-Niedersfeld führte die Strecke bis zur Anlage in Bestwig-Velmede. An diesen Stationen wurde deutlich, wie der Ruhrverband seine Abwasserreinigung neu aufstellen will: Die Anlage in Niedersfeld soll in den kommenden Jahren aufgegeben werden. Das Abwasser soll dann zur Reinigung nach Bestwig-Velmede weitergeleitet werden.
Der Ruhrverband will deutlich mehr in die Erneuerung und den Ausbau seiner Anlagen investieren. Viele Kläranlagen sind inzwischen 25 bis 35 Jahre alt und müssen umfassend modernisiert werden. Hinzu kommen neue Anforderungen an die Abwasserreinigung, etwa der Ausbau bestimmter Anlagen um eine vierte Reinigungsstufe.
Start an der Ruhrquelle bei Winterberg: Klaus Peter Teipel (zweiter von links) erkundete mit der Gruppe Zukunftsprojekte des Ruhrverbands. Foto: Ruhrverband.
Wasser im Klimawandel
Auf der zweiten Etappe ging es um die Frage, wie Wasserversorgung und Abwasserreinigung auch unter veränderten Klimabedingungen zuverlässig funktionieren können. Die rund 37 Kilometer lange Strecke führte von der Kläranlage Arnsberg-Wildshausen über die Kläranlage Arnsberg-Neheim und den Pegel Bachum zum Wasserwerk Wickede-Echthausen der Wasserwerke Westfalen.
Längere Trockenphasen, höhere Temperaturen, Starkregen und heftigere Stürme stellen die Wasserwirtschaft vor große Aufgaben. Betroffen ist die gesamte Versorgungskette: von der Bereitstellung des Rohwassers über die Trinkwasseraufbereitung bis zur Reinigung des Abwassers.
Bei der zweiten Etappe kamen Vertreter des Ruhrverbands mit Gästen aus Politik, Verwaltung, Wasserwirtschaft und Tourismus zusammen. Auch Klaus Peter Teipel radelte mit. Foto: Ruhrverband.
Austausch unterwegs
Die Tour verband die Besichtigungen mit Gesprächen über die Zukunft der Wasserwirtschaft. Für Klaus Peter Teipel boten die beiden Etappen die Gelegenheit, Projekte vor Ort kennenzulernen und sich mit den anderen Beteiligten auszutauschen. Sein Bericht gibt auch das gemeinsame Fazit der Gruppe wieder: „Ein rundum gelungenes Format.“

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