Mobilitätsbefragung: Radverkehrsbeauftragter erinnert an Fragebögen
„Jede Antwort ist hilfreich“

Stefan Hammeke, Radverkehrsbeauftragter des Kreises Soest, erinnert an die Mobilitätsbefragung des Kreises Soest. Jeder, der Post vom Planungsbüro Planersocietät erhalten hat, wird gebeten, an der Befragung teilzunehmen – denn jede Antwort hilft. Foto: Judith Wedderwille/Kreis Soest
17.500 Haushalte können die Verkehrsplanung mitgestalten
Der Kreis Soest erinnert an seine Mobilitätsbefragung: 17.500 zufällig ausgewählte Haushalte sind angeschrieben worden. Ihre Antworten sollen zeigen, wo Bus, Rad und andere Verkehrsmittel besser auf den Alltag der Menschen abgestimmt werden können. Auch wer am abgefragten Tag zu Hause geblieben oder im Urlaub gewesen ist, liefert wichtige Informationen.
„Jede Antwort ist hilfreich. Selbst wenn man an einem abgefragten Tag das Haus gar nicht verlassen hat oder im Urlaub ist. Auch diese Information ist nützlich“, erklärt Stefan Hammeke, Radverkehrsbeauftragter des Kreises Soest. Angeschriebene Haushalte, die Post vom Planungsbüro Planersocietät erhalten haben, werden deshalb gebeten, an der Befragung teilzunehmen.
Wo fehlen Verbindungen und Angebote?
Je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse. Sie sollen unter anderem zeigen, wie gut Arbeitsplätze, Schulen und Kitas erreichbar sind und wo zu welchen Zeiten besonders viele Menschen mit welchen Verkehrsmitteln unterwegs sind.
„Aus den Daten lassen sich vielfältige Schlüsse ziehen, unter anderem an welchen Orten mehr Angebote für bestimmte Verkehrsmittel geschaffen werden müssen. Oder auch, ob Verbindungen zwischen den Zentralorten und umliegenden Dörfern gut per Rad oder ÖPNV zurückgelegt werden können“, erläutert Hammeke.
Die Befragung soll außerdem Aufschluss darüber geben, ob vorhandene Angebote wie Buslinien, Helmo oder das Radverkehrsnetz ausreichend bekannt sind oder stärker beworben werden sollten. Die Erkenntnisse fließen in die Verkehrs- und Raumplanung im Kreisgebiet ein.
Warum nur ausgewählte Haushalte teilnehmen
Dass die Befragung nicht allen Bürgerinnen und Bürgern offensteht, hat nach Angaben des Kreises statistische Gründe. Die zufällige Auswahl soll einen möglichst repräsentativen Querschnitt durch die Bevölkerung erfassen – über Altersgruppen und Einkommensschichten hinweg. Würden beispielsweise vor allem Radfahrer oder Menschen einer bestimmten Altersgruppe antworten, könnte das die Ergebnisse verzerren.
Ziel ist ein verlässliches Bild des tatsächlichen Verkehrsverhaltens im Kreis Soest. Bei einer offenen Befragung wäre das nach Einschätzung des Kreises nicht in gleicher Weise gewährleistet.
Erste Ergebnisse im Frühjahr 2027
Weitere Informationen stehen unter www.kreis-soest-mobil.de bereit. Erste Ergebnisse der Mobilitätsbefragung werden für das Frühjahr 2027 erwartet.
Quelle: Kreis Soest

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