Vor 50 Jahren bauten Körbecker eine Brücke der Freundschaft nach Sambia
Heißer Draht nach Kasama

Die Aktiven des Freundeskreises laden zum Mitmachen und Mitfeiern ein. · Foto: Freundeskreis.
Die Freundschaft nach Afrika hält schon seit 50 Jahren: Der Freundeskreis Kasama feiert am 14. Juni fünf Jahrzehnte Partnerschaft zwischen der Pfarrei „Zum Guten Hirten“ in Möhnesee und der Erzdiözese Kasama. Morgens um 11 gibt es einen Festgottesdienst, dann wird ein Freundschaftsbaum gepflanzt. Anschließend wird im Ludwig-Kleffmann-Haus gefeiert.
Erster Hilferuf schon 1975
„Kurz zur Geschichte“, so schreiben Margret Schladör und Dr. Petra Esken-Eisleben vom Freundeskreis: „Es begann im Jahr 1975. Paderborns Missionsreferent Pater Anton Süß bat erstmals um Hilfe für die leidenden Menschen in Kasama: Auch die Dekanate Soest und Werl wurden gebeten, in allen Gemeinden einen außerordentlichen Missionssonntag mit Kollekte für die Erzdiözese Kasama im Norden Sambias durchzuführen. In den Konferenzen war man sich einig, dass es hier nicht nur um eine einmalige Hilfe gehen konnte, sondern um den Aufbau einer kontinuierlichen Partnerschaft.“
1976 gab es ein Fest in der Schützenhalle. Sich schwarz anzumalen, sollte hier Verbundenheit auszudrücken. Weiß noch jemand, wer auf dem Bild zu sehen ist?
Elias Mutale als hinreißender Erzähler
Es wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um die Arbeit zu koordinieren. Das übernahm Monsignore Ulrich Auffenberg, der zu der Zeit Vikar in Körbecke war. 1976 wurde die Partnerschaft offiziell gemacht. Griffiger Name: „Heißer Draht nach Kasama.“ Im Oktober 1976 besuchte Kasamas Erzbischof Elias Mutale Möhnesee. Margret Schladör erinnert sich: „Vikar Auffenberg sagte damals: ,Der Erzbischof hat eine hinreißende Art, vom Leben in Kasama zu berichten, so dass ein reales Wir-Gefühl entstand mit dem Bekenntnis: Wir sind und bleiben über den ,heißen Draht’ Schwestern und Brüder.’“ Petra Esken-Eisleben: „Dieses Band besteht nun seit 50 Jahren. Wie das immer so ist: Mit einigen Aufs und Abs… – aber immer in Verbindung.“
Gemeinsam zum Weltjugendtag
Im Jahr 2005 lud Pfarrer Dr. Best Jugendliche aus Sambia zum Weltjugendtag ein, damit diese gemeinsam mit Jugendlichen aus Möhnesee nach Köln fahren konnten. Margret Schladör: „Diese persönliche Begegnung mit den jungen Leuten, die in unseren Familien gewohnt haben, sie hat neuen Schwung in die Freundschaft gebracht, und wir gründeten den heutigen Freundeskreis Kasama e.V.. Seitdem ist diese Freundschaft weitergewachsen, und es hat schon etliche Begegnungen und immer wieder Austausch gegeben.“
In eigener Sache.
► Unterstützung willkommen
Heute engagiert sich der Freundeskreis Kasama e.V. erfolgreich im Bildungsbereich, aber auch im Brunnenbau und für die Krankenstationen. MöhneReport berichtet weiter.
So werben die Aktiven des Freundeskreis für das Jubiläumsfest. Die Hilfe für die Menschen in Kasama soll wieder in den Fokus rücken.
Vikar Tobias Dierksmeier, Franz Kickelbick, Gemeindereferent Michael Klagges, Erzbischof James Mwewa Spaita und Pfarrer Dr. Gerhard Best spielen am 7. Oktober 2006 im Ludwig-Kleffmann-Haus in Körbecke das Brettspiel „Reise nach Kasama“. · Foto: Thomas Brüggestraße
Erzbischof Ignatius Chama spricht 2016 in Körbeckes Pfarrkirche Sankt Pankratius. Er soll zum Jubiläum das Pontifikalamt leiten. · Foto: Thomas Brüggestraße
Die digitale Reise nach Kasama: ►freundeskreis-kasama.de

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